Dächer für 500 Familien in Nepal

Liebe Spender!

Ein ganz herzliches Dankeschön noch einmal an Sie alle, die so groszügig für die Menschen hier in Not gespendet haben, mittlerweile sind ca. 40 000 Euro bei uns eingegangen, viel mehr als wir in unseren kühnsten Träumen erwartet haben und eine große Hilfe in dieser schweren Zeit für die so stark getroffene Bevölkerung.

Inzwischen normalisiert sich die Lage hier, die Nachbeben nehmen ab, seit Sonntag sind auch die Schulen wieder geöffnet, allerdings muss der Unterricht oft unter freiem Himmel oder in Behelfsunterkünften stattfinden, denn viele Schulgebäude sind beschädigt oder ganz zerstört. Auch die Behörden haben ihre Arbeit in Zelten wieder aufgenommen. Die Menschen sind damit beschäftigt, ihre beschädigten Häuser abzureißen und so viele Habseligkeiten wie möglich aus den Trümmern zu bergen. Diejenigen, die ihr Zuhause verloren haben, kampieren noch immer unter Plastikplanen auf öffentlichen Plätzen, denn Wohnraum ist knapp. Die grösste Sorge hier gilt nun dem sich nähernden Monsun, dann werden die Plastikplanen und Zelte nicht standhalten können.


Umso wichtiger ist es für uns, an unserer Hilfsaktion weiterzuarbeiten und voran zu kommen. Vorübergehend hat die Regierung die gesamte Produktion von Wellblech für den eigenen Bedarf reserviert, nun sind 50 % wieder frei verfügbar.
Allerdings wurde festgelegt, dass Hilfsorganisationen nicht auf eigene Faust agieren dürfen, sondern nur durch Regierungsstellen und dass eine offizielle Genehmigung der örtlichen Behörden vorliegen muss, denn alle Aktivitäten sollen kontrolliert und registriert werden. Für uns bedeutete dies, dass wir zur Distriktsleitung nach Dhulikhel fahren mussten. Dort stießen wir zunächst auf Widerstand und Unverständnis.
Schließlich gelang es uns, beim obersten Vorgesetzten des gesamten Distriks Kavre vorgelassen zu werden. Hier erhielten wir nach einigen weiteren Hürden schließlich unsere Genehmigung zur Verteilung von 500 „Bundles“ Wellblech für Dächer von 500 Familien. Mit dem Behördenpapier in der Tasche konnten wir uns am nächsten Tag wieder auf den Weg nach Kathmandu machen, um dort direkt beim Büro der Fabrik 500 „Bundles“ (zu je 12 Metallstücken) Wellblech zu ordern. Wir haben eine Anzahlung geleistet und man hat uns die Lieferung bis in 15 Tagen zugesichert. Das Metall wird in Biratnagar (Südnepal) gefertigt und dann mit zwei LKW’s nach Nagarkot gebracht werden.

Sofort nach Eingang der Lieferung werden wir die Verteilung vornehmen, Polizei und Militär haben uns ihre Unterstützung zugesagt. Wir werden wieder auf unserer
Website und auf unserer Facebook-Seite berichten.

Mit ganz herzlichen Grüßen aus Nepal

Anita Schmitz

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